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WILLKOMMEN AUF UNSEREM HOF


Der Hof der Familie Olligs hat bereits einen langen Fortbestand und wird in der dritten Generation geführt. Kartoffeln werden schon immer hier in Kirchherten angebaut, da wir von der Jülicher Börde mit sehr fruchtbaren Böden ausgestattet sind. Die Bodenpunkte liegen zwischen 80 und 95, Lössbodentiefe zwischen 5 und 10 Metern. 

Die Niederschläge zwischen 750-900 mm lassen qualitativ hochwertige Kartoffeln wachsen. Aber auch andere Früchte gedeihen auf den Hochertragsstandorten der Jülicher Börde hervorragend.

So war auch unser Betrieb um 1980 sehr vielseitig aufgestellt. Neben Weizen, Zuckerrüben, Früh-, Mittel- und Spätkartoffeln, wurde noch Feldgemüse, wie Weißkohl und Rotkohl, angebaut. Des Weiteren hielten wir noch Zuchtsauen und Mastschweine.

Die Betätigungen rund um Winterweizen und Zuckerrüben waren damals schon so mechanisiert, dass für diese Arbeiten nicht viele Stunden geopfert werden mussten.

Anders war die Situation bei der Schweinezucht, bei Anbau und Ernte von Feldgemüse und Kartoffelproduktion. Hier war sehr viel Handarbeit gefragt.

 

Die neue Sorte Cilena wurde in den 80er Jahren eingeführt und nahm in unserem Betrieb durch ihre hervorragenden Eigenschaften (gelbfleischig, gut festkochend, längliche Form, hervorragender Geschmack, gute Lagerfähigkeit, guter Ertrag und erschwingliche Preise auf dem Markt) eine Sonderstellung ein. Ihr Anbauanteil bezog sich auf über 50%. Keine andere Sorte war nach der kurz andauernden Frühkartoffelzeit so beliebt sowohl bei Großhändlern, als auch im Handverkauf.

 

Diese Sorte hat sich innerhalb von 30 Jahren durch Weiterzüchtung verändert, sodass

es heute immer schwieriger wird, sie festkochend und gelbfleischig zu produzieren. Der Anbauumfang von damals 50% sank auf mittlerweile nur noch 5-6%, da neuere Sorten mit größerem Ertrag und besseren Eigenschaften die Cilena auf unserem Hof verdrängten. Hierdurch erreichten wir andererseits eine größere Abwechslung, damit der Kunde jederzeit festkochende, vorwiegend festkochende und mehlig kochende Sorten kaufen konnte.

Das Einkaufsverhalten der Kunden hatte sich nämlich verändert: Früher kaufte der Kunde nur die Sorte, die angeboten wurde und das meist in größeren Mengen auf Vorrat, heute fordert er eine größere Auswahl und verschiedene und kleinere Mengen je nach Bedarf.  So mussten auch wir umdenken und eine größere Vielfalt an Sorten und Abpackungsgrößen anbieten, die uns diese Investitionen unter Anderem lieferten.

Schnell reichte die Lagerkapazität nicht mehr aus, sodass wir uns dazu entschieden, 2008 eine neue Kartoffellagerhalle zu bauen. Diese ist in drei einzelne Boxen, eine Kühllagerbox mit Kühlturm für Kisten und eine Kühllagerbox mit Außenluftkühlung für Kisten. Jede einzelne Box fasst 400t. Durch diese hochmoderne Halle konnten weitere Lagerverluste minimiert werden und eine längere Lagerzeit erreicht werden. Die Halle ist weiterhin mit einer Waage ausgestattet, die auf 20kg genau Anhänger nach der Beladung wiegen kann, um eine genauere Dokumentation und Abrechnung zu ermöglichen.

Frühkartoffeln werden nach wie vor vorgekeimt und zur Ernteverfrühung werden ca. 8ha mit Folie bedeckt. Die guten Preise am Markt zahlen die aufwendige Handarbeit immer noch aus.


Anbaufläche von Kartoffeln: ca. 75ha

  • davon Frühkartoffeln: 25ha
  • davon mittelfrühe Kartoffeln: 10ha
  • davon Lagerkartoffeln: 40ha
  • Anbaufläche nur vorgekeimte Kartoffeln: 30ha
Anbaufläche gesamt: 200ha
  • davon Zuckerrüben: 45ha
  • davon Winterraps: 10ha
Bildbeschreibung

Eine Box der neuen Lagerhalle. Fassungsvermögen: ca. 400t

Bildbeschreibung

vorgekeimte Pflanzkartoffeln